Der Megastar

Robbie Williams hat sich damit abgefunden, in Europa ein Superstar, in den USA jedoch weitgehend unbekannt zu sein. Robbie: "Die Wahrheit ist, ich bin nicht mehr interessiert daran, Amerika zu erobern. Es ist zuviel Arbeit. Es ist ein zu großer Kampf. Ich habe mein Geld. Vielen Dank."

Doch Robbies Plattenfirma will den Durchbruch in den USA. Koste es, was es wolle. Und es kostet mindestens 110 Millionen Euro. Soviel bekommt Robbie Williams nämlich für "Escapology" und drei weitere Alben. Dafür zieht Robbie nach Los Angeles, gibt wieder den Clown und Entertainer, lässt für die Presse die Hosen herunter und philsophiert auf seiner Homepage nackt über den Sinn des Lebens.

Das Image muss stimmen: Robbie hält eine Pressekonferenz schon mal im Strip-Club ab.
Mehr als sonst gewährt Robbie Williams auf "Escapology" einen Einblick in sein Seelenleben, das unter dem Promi-Leben und offenbar auch unter vergangenen Liebschaften leidet. Sein Resümee der letzten Jahre: "Ich habe zu viele Zigaretten geraucht, lahme Lieder gemacht und nur zum Spaß mit Frauen geschlafen" ("Monsoon"). Auf die Selbstkritik folgt die Abrechnung mit anderen, namentlich seiner Ex-Freundin Nicole Appleton (früher All Saints) und der Frau, mit der ihn mindestens eine Freundschaft verbunden hat, Ex-Spice Girl Geri Halliwell.

Robbie über Guy Chambers:
"Guy glaubt anscheinend, die Leute kommen seinetwegen in die Konzerte."

Doch letztendlich floppt "Escapology" in den USA und im Hintergrund brodelt es. Robbies Songwriter Guy Chambers wirft ihm wirft vor, vom Geld besessen zu sein und Robbie kontert: "Guy glaubt anscheinend, die Leute kommen seinetwegen in die Konzerte".

Das Album "Escapology" sollte den US-Durchbruch bringen
Am Ende steht die Trennung des Dreamteams Williams/Chambers:
"Weil ich wenige Interviews gebe, ist das meiste, was über mich geschrieben wird sehr spekulativ. Leider ist meine Zusammenarbeit mit Guy Chambers wirklich beendet. Über die Gründe möchte ich schweigen, denn sie wären für uns beide peinlich. Tatsache ist: Ich habe niemals einen Exklusiv-Vertrag von ihm gefordert."