Der Megastar

"Ich bin ein Rockstar", schreit Robbie bei seinem Bayern 3-Konzert in gebrochenem Deutsch 2003 ins Münchner Olympiastadion. Und der selben Meinung sind auch seine Fans, die mit Picknick, Bier und Prosecco bewaffnet zum Teil schon seit dem Vormittag auf ihren Star warteten.

"Hervoragend, er ist ein großer Entertainer", "Robbie ist der Beste" oder "er kann es einfach", da waren sich die "Robbiemaniacs" einig. Aber er hatte ja auch alle Erwartungen erfüllt - inklusive Blick auf sein blankes Hinterteil, den sich vor allem seine weiblichen Fans erhofft hatten.

Bei seinem Bayern 3-Konzert im Münchner Olympiastadion lagen ihm die Fans zu Füßen
Live ist Robbie der Rocker, wenn er seine Band nach vorne treibt, der Clown, wenn er den Mikrofonständer zum Spazierstock umfunktioniert, der exzentrische Star, wenn er kopfüber an einem Seil über der Bühne schwebt oder der lüsterne Lover, wenn er aus dem Publikum gereichte Höschen entgegennimmt. Wie ein Chamäleon wechselt er zwischen Selbstironie, Melancholie, Erotik, Arroganz oder einfach purem Klamauk.

Robbie über Robbie:
"Der witzige Robbie, den das Publikum kennt, ist nur eine Maske."

Doch wer glaubt, Robbie ist der coole, abgebrühte Rock-Profi den nichts aus der Fassung bringen kann, liegt gründlich daneben: "Vor jedem Auftritt bin ich krank vor Aufregung", gesteht er, der eigentlich auf der Bühne groß geworden ist.

Hinter den Kulissen: Das Lächeln ist verschwunden und das anstrengende Leben hat seine Spuren hinterlassen

"Der witzige Robbie, den das Publikum kennt, ist nur eine Maske", so Williams. Hinter der Fassade scheint Englands teuerster Pop-Star sowieso ein sehr emotionaler Mensch zu sein. Über die (oft als Werbegag abgetane) Tatsache, dass er bei den Aufnahmen zu seinem Album "Escapology" nackt im Studio stand, sagt er: "Das gibt dir eine gewisse Verletzlichkeit und ich habe mich dabei einfach frei gefühlt."